Kinder und Jugendliche, die die Klinikschule besuchen, zeigen unterschiedliche Krankheitsbilder und haben daher individuellen Förderbedarf. Viele von ihnen gingen bisher wegen ihrer psychischen Erkrankungen nicht regelmäßig oder gar nicht mehr in die Schule. In der Klinikschule sollen sie wieder an einen regelmäßigen Schulbesuch herangeführt werden. Anderen soll der Unterricht in der Klinikschule dabei helfen, nach ihrer Entlassung in der alten Schule wieder Fuß zu fassen. In der Klinikschule soll eine gewisse Alltagsnormalität in dem von Krankheit und Klinikaufenthalt bestimmten Lebensabschnitt der Kinder und Jugendlichen erhalten bleiben. Der Unterricht findet vormittags in einem separaten Gebäude auf dem Klinikgelände der DRK-Kliniken Westend am Spandauer Damm 130 in Berlin-Charlottenburg in kleinen, jahrgangs- und schultypübergreifenden Lerngruppen statt. An der Klinikschule arbeiten Lehrer/innen mit unterschiedlichen Lehrbefähigungen und Fächerkombinationen. Im Unterricht orientieren sie sich an den Rahmenlehrplänen der jeweiligen Herkunftsschule. Sie berücksichtigen deren Unterrichtsvorgaben und setzen die Rahmenpläne im Klinikunterricht um. Die abschlussrelevanten Fächer haben Vorrang. Jede Lerngruppe hat eine/n Klassenlehrer/in, der/die Ansprechpartnerin für alle schulischen und persönlichen Belange ist. Von besonderer Bedeutung ist die Mitarbeit im therapeutischen Gesamtkonzept der Klinik. Die Lehrkräfte kooperieren mit Ärzten, Therapeuten und weiterem Klinikpersonal, es findet ein regelmäßiger Informationsaustausch statt. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. die weitere Schullaufbahnberatung.